Geographie

Aktionen und Projekte

Exkursion an die TU München, Campus Weihenstephan

Am 10. Dezember 2025 unternahmen wir, das P-Seminar Geographie, eine Exkursion an den Campus Weihenstephan der Technischen Universität München (TUM). Vor Ort wurden wir herzlich von Frau Dr. Dawo begrüßt.

Zu Beginn erhielten wir eine kurze Übersicht über die an diesem Campus möglichen Studiengänge, darunter auch Exotisches wie Brauwesen. Der zentrale Teil der Exkursion war die praktische Erkundung der umliegenden Wiesen auf dem „Weihenstephaner Berg“. Unter der fachkundigen Anleitung von Frau Dr. Dawo begaben wir uns auf die Suche nach schmackhaften heimischen Wildpflanzen, darunter v.a. Kräuter. Einige Pflanzen hatten einen eher pilzartigen Geschmack, darunter die Blätter der Taubnessel und die Knospen des Wegerichs. Der kleine Wiesenknopf erfreute unsere Gaumen mit einem an Gurke erinnernden Aroma, die Samen der Nachtkerze kamen Sesam nahe. Neben Bestimmungsmerkmalen und möglichen Verwendungsmöglichkeiten in der Küche erläuterte Frau Dawo auch die Bedeutung einzelner Pflanzen für die Medizin. So wird Giersch z.B. eine mildernde Wirkung bei Gicht nachgesagt, die Schleimstoffe der Lindenknospe können Erkältungssymptome lindern und der Saft des Wegerich mindert den Juckreiz und ist zugleich entzündungshemmend.

Essbare Pflanzen, die wir am Weihenstephaner Berg entdeckten: Taubnessel, Wegerich, Giersch, Brennnessel, Schafgarbe, Oregano, Gundermann, Linde (Knospen, Blätter), Labkraut, Kleiner Wiesenknopf, Nachtkerze (Samen).

Nach dem Sammeln bereiteten wir mit den frisch gepflückten Kräutern leckere Brote zu, die wir anschließend gemeinsam verzehrten – als Vorspeise zum danach anstehenden Mensabesuch. Ein herzliches Dankeschön an Frau Dr. Dawo für ihre kompetente und wertvolle Anleitung und die inspirierenden Einblicke in die Welt der Wildkräuter – und der TUM für die Einladung zum Mittagessen in der Mensa!

Besuch von Prof. Dr. Ing Sebastian Briechle

Am 17. November 2025 hatten die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars Geographie die besondere Gelegenheit, hautnah spannende Einblicke in die Welt der Geodäsie und der drohnenbasierten Vermessung zu erhalten. Der Besuch war nicht nur informativ, sondern auch äußerst unterhaltsam. Zu Beginn seines Vortrags erläuterte der Professor die verschiedenen Studienmöglichkeiten im Bereich Geodäsie an der Hochschule München. Er betonte die Bedeutung dieser Disziplin in der heutigen Zeit, insbesondere im Hinblick auf präzise Vermessungstechniken und moderne Technologien wie KI und bot einen Überblick über spätere Berufsmöglichkeiten. Besonderes Interesse weckten die vorgestellten aktuellen Forschungsprojekte im Bereich der forstlichen Fernerkundung. Hierbei kommt modernste Technik und Methodik wie Drohnen, Laserscanning und KI zum Einsatz.

Der Vortrag fokussierte sich auf aktuelle Projekte und innovative Anwendungen, darunter die großflächige Kartierung von stehendem Totholz, die automatisierte Forstinventur und das KI-Leuchtturmprojekt DraAuf zur automatisierten Aufforstung mit Drohnen. Beeindruckend waren auch die Fotoaufnahmen einer Expedition in das Sperrgebiet rund um das AKW Tschernobyl, wo die Wissenschaftler mit Hilfe von Drohnen vergrabene, verstrahlte Baumstämme erfolgreich detektieren konnten, die schlussendlich auch geborgen wurden. Diese innovative Methode zeigt, wie moderne Technologien dazu beitragen können, Umweltschäden zu untersuchen und zu dokumentieren.

Wir danken Prof. Briechle herzlich für seinen inspirierenden Vortrag mit dem konkreten Anwendungsbezug der Forschungsergebnisse.

Globalisierung: Fluch oder Segen?

Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich die Klassen 11b und 11c im Rahmen des Geographieunterrichts (2025/26). Ausgehend von einer globalisierungskritischen Karikatur machten sich die Jugendlichen auf die Suche nach positiven Aspekten der Globalisierung. Zum Abschluss ergänzten die Schülerinnen und Schüler die ursprüngliche Zeichnung um weitere negative und positive Seiten der Globalisierung und kamen zu dem Ergebnis, dass sie Fluch UND Segen zugleich sein kann, aber nicht alle Erdteile in gleichem Maße profitieren.