Geographie

Aktionen und Projekte

Zwischenräume auf dem Weg zum Ignaz

Zwischen Zuhause und Schule – unsere Wege werden zu Kunst

Jeden Morgen machen wir uns auf den Weg zur Schule. Manche kommen zu Fuß, andere mit dem Fahrrad, Bus oder Auto. Doch was liegt eigentlich alles zwischen unserem Zuhause und dem Klassenzimmer? — Passend zum Jahresmotto „Zwischenräume“ hat sich die Klasse 5d im Fach Geographie auf eine künstlerische Entdeckungsreise begeben. Zunächst zeichneten die Schülerinnen und Schüler ihre ganz persönlichen Schulwege auf einer Karte ein. Aus den vielen Linien, Kreuzungen und Verbindungen entstanden anschließend einzigartige Kunstwerke. Dabei wurde deutlich: Jeder Schulweg erzählt seine eigene Geschichte. Und aus vielen unterschiedlichen Wegen entstand ein gemeinsames Bild unserer Klasse. Denn manchmal lohnt es sich, nicht nur auf das Ziel zu schauen, sondern auch auf das Dazwischen.

Michael Briechle

Interaktive Streetfood-Karte

Essbare und schmackhafte Pflanzen am Ignaz >

Im P-Seminar Geographie war es unsere Aufgabe, in dem von uns gewählten Gebiet nach essbaren, aber vor allem schmackhaften Pflanzen zu suchen, die öffentlich zugänglich sind. Das Ziel war es, diese Pflanzen dann in eine übersichtliche und beschriftete Karte zusammenzutragen, damit die Fundorte wieder auffindbar sind und ihrer Art zugeordnet werden können. Nachdem sich jede Person ein Gebiet zur Kartierung ausgesucht hatte, mussten wir uns zuerst informieren, welche Bereiche überhaupt öffentlich sind, in denen wir Pflanzen suchen und gegebenenfalls ernten dürfen. Um dies nachzuschauen haben wir uns verschiedene Karten aus dem BayernPortal heruntergeladen. Nachdem ich mir einen Überblick über die Orte verschafft hatte, an denen ich suchen konnte, bin ich losgegangen, um Pflanzen mithilfe der Smartphone-App „Flora Incognita“ zu bestimmen. Da die App nicht nur die Pflanzenart bestimmt und Informationen zur Essbarkeit und zu Verwendungszwecken angibt, sondern auch den Standort speichert, konnte ich meine Funde anschließend in eine Google My Maps-Karte übertragen. Zuletzt habe ich die Zeit genutzt, um diese Karte und somit das Endprodukt des Projekts zu verschönern und die Arten durch Bilder übersichtlich dazustellen. Doch so einfach, wie es klingt, war es gar nicht. Besonders die Unterscheidung zwischen öffentlichen und privaten Grundstücken war nicht immer eindeutig. Auch das gezielte Suchen nach einer großen Anzahl essbaren und leckerer Pflanzen war sehr zeitaufwendig und anfangs gar nicht so leicht, da man im Alltag oft einfach an ihnen vorbeigeht, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Mit der Zeit wurde es jedoch immer einfacher, denn je mehr ich gesucht habe, desto mehr Pflanzen konnte ich entdecken. Überraschend war für mich vor allem, wie viele essbare Pflanzen tatsächlich in meiner Umgebung wachsen. Insgesamt nehme ich aus dem P-Seminar mit, dass man im Alltag viel genauer hinschauen muss, dann entdeckt man oft mehr, als man denkt. Außerdem hatte ich viel Freude daran, immer wieder neue Pflanzen zu entdecken und meinen Wohnort mal auf eine andere Art und Weise zu erkunden.

Antonie Angele

Exkursion an die TU München, Campus Weihenstephan

Am 10. Dezember 2025 unternahmen wir, das P-Seminar Geographie, eine Exkursion an den Campus Weihenstephan der Technischen Universität München (TUM). Vor Ort wurden wir herzlich von Frau Dr. Dawo begrüßt.

Zu Beginn erhielten wir eine kurze Übersicht über die an diesem Campus möglichen Studiengänge, darunter auch Exotisches wie Brauwesen. Der zentrale Teil der Exkursion war die praktische Erkundung der umliegenden Wiesen auf dem „Weihenstephaner Berg“. Unter der fachkundigen Anleitung von Frau Dr. Dawo begaben wir uns auf die Suche nach schmackhaften heimischen Wildpflanzen, darunter v.a. Kräuter. Einige Pflanzen hatten einen eher pilzartigen Geschmack, darunter die Blätter der Taubnessel und die Knospen des Wegerichs. Der kleine Wiesenknopf erfreute unsere Gaumen mit einem an Gurke erinnernden Aroma, die Samen der Nachtkerze kamen Sesam nahe. Neben Bestimmungsmerkmalen und möglichen Verwendungsmöglichkeiten in der Küche erläuterte Frau Dawo auch die Bedeutung einzelner Pflanzen für die Medizin. So wird Giersch z.B. eine mildernde Wirkung bei Gicht nachgesagt, die Schleimstoffe der Lindenknospe können Erkältungssymptome lindern und der Saft des Wegerich mindert den Juckreiz und ist zugleich entzündungshemmend.

Essbare Pflanzen, die wir am Weihenstephaner Berg entdeckten: Taubnessel, Wegerich, Giersch, Brennnessel, Schafgarbe, Oregano, Gundermann, Linde (Knospen, Blätter), Labkraut, Kleiner Wiesenknopf, Nachtkerze (Samen).

Nach dem Sammeln bereiteten wir mit den frisch gepflückten Kräutern leckere Brote zu, die wir anschließend gemeinsam verzehrten – als Vorspeise zum danach anstehenden Mensabesuch. Ein herzliches Dankeschön an Frau Dr. Dawo für ihre kompetente und wertvolle Anleitung und die inspirierenden Einblicke in die Welt der Wildkräuter – und der TUM für die Einladung zum Mittagessen in der Mensa!

Besuch von Prof. Dr. Ing Sebastian Briechle

Am 17. November 2025 hatten die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars Geographie die besondere Gelegenheit, hautnah spannende Einblicke in die Welt der Geodäsie und der drohnenbasierten Vermessung zu erhalten. Der Besuch war nicht nur informativ, sondern auch äußerst unterhaltsam. Zu Beginn seines Vortrags erläuterte der Professor die verschiedenen Studienmöglichkeiten im Bereich Geodäsie an der Hochschule München. Er betonte die Bedeutung dieser Disziplin in der heutigen Zeit, insbesondere im Hinblick auf präzise Vermessungstechniken und moderne Technologien wie KI und bot einen Überblick über spätere Berufsmöglichkeiten. Besonderes Interesse weckten die vorgestellten aktuellen Forschungsprojekte im Bereich der forstlichen Fernerkundung. Hierbei kommt modernste Technik und Methodik wie Drohnen, Laserscanning und KI zum Einsatz.

Der Vortrag fokussierte sich auf aktuelle Projekte und innovative Anwendungen, darunter die großflächige Kartierung von stehendem Totholz, die automatisierte Forstinventur und das KI-Leuchtturmprojekt DraAuf zur automatisierten Aufforstung mit Drohnen. Beeindruckend waren auch die Fotoaufnahmen einer Expedition in das Sperrgebiet rund um das AKW Tschernobyl, wo die Wissenschaftler mit Hilfe von Drohnen vergrabene, verstrahlte Baumstämme erfolgreich detektieren konnten, die schlussendlich auch geborgen wurden. Diese innovative Methode zeigt, wie moderne Technologien dazu beitragen können, Umweltschäden zu untersuchen und zu dokumentieren.

Wir danken Prof. Briechle herzlich für seinen inspirierenden Vortrag mit dem konkreten Anwendungsbezug der Forschungsergebnisse.

Globalisierung: Fluch oder Segen?

Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich die Klassen 11b und 11c im Rahmen des Geographieunterrichts (2025/26). Ausgehend von einer globalisierungskritischen Karikatur machten sich die Jugendlichen auf die Suche nach positiven Aspekten der Globalisierung. Zum Abschluss ergänzten die Schülerinnen und Schüler die ursprüngliche Zeichnung um weitere negative und positive Seiten der Globalisierung und kamen zu dem Ergebnis, dass sie Fluch UND Segen zugleich sein kann, aber nicht alle Erdteile in gleichem Maße profitieren.