Religionen begegnen!
Kochen wir im Ethik- und Religionsunterricht unser eigenes Süppchen? Zum Glück nicht! Denn unsere globalisierte Welt und die damit verbundene kulturelle Vielfalt unserer offenen Gesellschaft legen es nahe, auch ›andere‹ Religionen und Weltanschauungen kennenzulernen. Was liegt dabei näher, als miteinander ins Gespräch zu kommen? Interreligiöser Dialog ist wohl der erste Weg zu echtem Verständnis und jedenfalls der beste zu einer friedvollen Zukunft. Soweit die Theorie.
Nun zur Praxis: Der Lehrplan der siebten Jahrgangsstufe sieht die Beschäftigung mit dem Islam vor und im Lehrplan der neunten Jahrgangsstufe kommt dem Judentum – auch im Fach Geschichte – eine bedeutende Stellung zu. Für uns der perfekte Anlass, diesen Religionen im Rahmen einer Exkursion zu begegnen. Interessant ist dabei immer wieder festzustellen, wie groß die Gemeinsamkeiten sind. Immerhin haben Juden, Christen und Muslime in Abraham dieselben Wurzeln.
Moscheebesuch 2025
Was im Jahr 2016 begonnen hat, ist am Ignaz inzwischen zu einer kleiner Tradition geworden: unser Besuch der DITIB-Gemeinde im Aicherpark. Während bisher nur einzelne Klassen oder Unterrichtsgruppen kommen konnten, nimmt seit dem Schuljahr 2023/24 die gesamte 7. Jahrgangsstufe teil. Das freut uns!
Wie immer hat uns die Gemeinde auch diesmal mit großer Gastfreundlichkeit empfangen: Nach einer Einführung im Gemeindesaal, einer anschließenden Führung durch die Moschee (inklusive einer Koranrezitation durch Imam Ali und einer Präsentation des muslimischen Gebets) gab es auch diesmal wieder ein kleines Catering mit türkischem Tee und leckerem Gebäck für uns alle.
Bei alledem kam der Dialog nicht zu kurz: Frau Tiryaki stellte sich gerne den Fragen, die unsere Schülerinnen und Schüler auf den Herzen hatten. Ein herzliches Dankeschön an Frau Tiryaki, Imam Ali und die ganze DITIB-Gemeinde!
Stefan Rütz
P.S.: Und wie hat es unseren Schülerinnen und Schülern gefallen? Offenbar sehr gut, wie aus folgendem Feedback hervorgeht.
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Moscheebesuch: Schülerfeedback
Synagogenfahrt 2025
Im Fahrtenprogramm der Schule ist die Studienfahrt nach Dachau ein fester Programmpunkt, der von der Fachschaft Geschichte lehrplangemäß durchgeführt werden muss. Während die Dachaufahrt der Erinnerung (vgl. Otto Schwerdt: „Die Erinnerung ist eine Pflicht gegenüber den Toten.“) und damit dem Bestreben gewidmet ist, aus der Geschichte zu lernen, legen es gerade die jüngsten Entwicklungen nahe, die Fahrt um eine weitere Unternehmung zu ergänzen, welche die Begegnung und Kommunikation mit jüdischem Leben ermöglicht und die Dialogfähigkeit und Toleranz unserer Schülerinnen und Schüler gegenüber anderen Überzeugungen fördert.
Im Schuljahr 2024/25 nahm erstmals die gesamte neunte Jahrgangsstufe an einer Synagogenfahrt teil, wie es die Lehrpläne nahelegen. Ziel war die Israelitische Kultusgemeinde in Augsburg, wo wir in einer kombinierten Führung sowohl durch die Synagoge und das Museum als auch durch die Stadt die Gelegenheit hatten, jüdischer Religion und Kultur und jüdischem Leben zu begegnen. Unsere Schülerinnen und Schüler hat die Fahrt, wie aus den Rückmeldungen hervorgeht, offenbar nachhaltig beeindruckt.
Stefan Rütz
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Synagogenfahrt: Schülerfeedback






















