Verona-Austausch 2026
Spät-mittel-alter
Impressionen vom Schüleraustausch mit dem Liceo G. Fracastoro in Verona 2026
Der Stadtführer hatte sich in Begeisterung geredet – das mittelalterliche Verona der Scaliger und ihres hochberühmten Gastes Dante Alighieri galt es zum Leben zu erwecken. Und da es seit der prägenden Römerzeit (Arena! Teatro Romano!) und dem Hoch-mittel-alter umfangreiche Veränderungen im Stadtbild gegeben hatte, mussten unsere 24 Schülerinnen und Schüler mit ihren Austauschpartnern mit besonderer Betonung auf dem „spät“ auf den Unterschied hingewiesen werden.
Reichlich spät war es auch bereits an diesem vorletzten Besuchstag Anfang Februar, der Magen knurrte angesichts des sehnlichst erwarteten Mittagessens. Außerdem hatten alle eine erfüllende, aber auch anstrengende Woche hinter sich: Stadtrundgänge, Unterrichtsbesuche, Kletterhalle, ein Ausflug nach Venedig. Und in vielen Fällen noch Nachmittage bei verschiedenen Freizeitaktivitäten, Fecht- oder Fußballtraining mit dem Partner oder abendliche Plauderstunden.
Manche hätten gerne noch eine Woche angehängt, andere freuten sich wieder auf das eigene heimische Umfeld – gelernt haben alle etwas aus dem Schüleraustausch, und wenn es nur das ist: Zuerst werden einem in der Fremdsprache Schimpfwörter beigebracht, auch in Italien ist es im Winter mal kalt und regnerisch und Möwen klauen in Venedig gerne Sandwiches.
Anfang März kommen die Italiener zu uns – wir freuen uns schon!
Verona
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Italienaustausch: Allgemeines
Seit dem Schuljahr 1999/2000 wird am Ignaz-Günther-Gymnasium Italienisch als spätbeginnende Fremdsprache angeboten. Erfreulich ist, dass es bereits seit dem Schuljahr 2000/2001 auch einen dazu passenden deutsch-italienischen Austausch gibt. Unsere italienische Partnerschule ist das Liceo „Girolamo Fracastoro“ in Verona.
Durch diesen Austausch, der einen einwöchigen Aufenthalt in Verona und einen einwöchigen Gegenbesuch in Rosenheim vorsieht, haben unsere Italienisch lernenden Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, vor Ort ihre Kenntnisse in der neuen Fremdsprache anzuwenden und zu erweitern und darüber hinaus Landeskunde hautnah erleben zu können.
Der Austausch findet in der 11. Jahrgangstufe statt, und obwohl unsere Schülerinnen und Schüler zu diesem Zeitpunkt erst seit einem halben Jahr Italienisch lernen, klappt die Verständigung immer völlig problemlos und unkompliziert. Dabei wird dem europäischen Gedanken nicht zuletzt dadurch Rechnung getragen, dass eine bunte Mischung aus Deutsch, Italienisch, Englisch und teilweise auch Französisch eventuell auftretende Verständigungslücken schließt.
Non scholae, sed vitae discimus! Dieser lateinische Leitspruch wird, obwohl die Schülerinnen und Schülern Latein zu diesem Zeitpunkt abgelegt haben, durch die Anwendung des „lebendigen Nachfahren“ Italienisch in die Tat umgesetzt. Das Land, dessen Bevölkerung, Sprache und Kultur werden nicht nur über Texte aus Schulbüchern präsentiert, sondern „live“ erlebt und so erweitert der Austausch (und der bei etlichen Austauschpartnern noch lange anhaltende Kontakt) nicht nur die sprachlichen Fähigkeiten, sondern bereichert die Schülerinnen und Schüler auf vielseitige Weise auch persönlich.
Neben Unterrichtsbesuchen in der Partnerschule stehen Stadtbesichtigungen, Museumsbesuche sowie Ausflüge auf dem Programm, wodurch die Schülerinnen und Schüler Verona und die nähere Umgebung, den Gardasee, Mantua, Vicenza und natürlich auch Venedig kennen lernen. Durch die Unterbringung in den Familien haben die Jugendlichen Gelegenheit, den ganz normalen Alltag ihrer Partner mitzuerleben und mehr über das italienische Familienleben zu erfahren. Für viele ist dies eine völlig neue Erfahrung, auch wenn sie schon oft in Italien waren – als Tourist erlebt man ein fremdes Land eben anders als in einer Familie.




















