Deutsch

Unsere Projekte

Projekttag des Buches: Lesung mit Katja Brandis

Wir starteten im A-Hof unserer Schule und gingen in Gruppen zur Stadtbibliothek. Dort wurden wir im Kinderhaus von Katja Brandis, der Autorin der Buchreihen Woodwalkers, Seawalkers und Windwalkers sowie weiterer Kinder- und Jugendromane freundlich empfangen. Zuerst stellte sie sich vor und erzählte uns davon, wie sie Autorin geworden war: Zuerst war Frau Brandis Journalistin, aber sie merkte irgendwann, dass ihr das Schreiben von Büchern und Geschichten noch mehr Spaß machte. Sie berichtete weiter, dass sie eigentlich schon mit 11 Jahren, eher aus Langeweile in den Sommerferien, angefangen hatte, ihre erste Geschichte zu schreiben.

Im Anschluss stellte die Autorin einige ihrer Bücher vor. Die Idee zu der Buchreihe „Woodwalkers“ entstand in einem Urlaub im Yellowstone Nationalpark in den Rocky Mountains. Dort sah sie z.B. Pumas, Bären, Wölfe und Schlangen und beobachtete eine Bisonherde. Dabei dachte sie sich: „Vielleicht beobachten die Tiere uns auch und vielleicht haben sie ja ein Geheimnis“. Und so war der Gedanke des Gestaltenwandelns geboren. Anschließend las Katja Brandis eine Textstelle aus dem Band 4 „Der Club der Fabeltiere“ aus der Reihe „Woodwalkers – Die Rückkehr“ vor. In diesem Band geht es darum, dass Carags Pflegebruder diesen (Hauptfigur aus Band 1 der Woodwalkers-Reihe) um einen Gefallen bittet und Carag, obwohl er Angst davor hat, Autofahren muss. Auch aus Band 5 dieser Reihe „Rivalen im Revier“ stellte die Autorin uns ein Textstück vor.

Danach beantwortete Frau Brandis die Fragen von uns Schülern. Sehr ausführlich ging sie z.B. darauf ein, wie das geht mit dem Geschichtenschreiben. Sie erklärte uns, dass alles mit der Idee beginnt und man sich dann den Plot, also die Handlung, ausdenken muss. Die Autorin beschreibt die einzelnen Schritte so: „Zuerst schreibe ich den Klappentext, sozusagen als roten Faden. Als zweites überlege ich mir die Figuren, z.B. stelle ich mir die Fragen „Welche Tiere sollen vorkommen? Welche Eigenschaften sollen die Gestaltwandlerfiguren dann als Menschen haben? u.v.m.“ Zusammen mit dem Verlag denke ich mir dann den Titel aus. Schließlich muss ich mir den Schauplatz der Geschichte genau überlegen und eine Handlung entwickeln. Besonders wichtig sind der Anfang, der Showdown und das Ende. Daraus ergibt sich die Handlung dazwischen. Und ganz wichtig ist die Recherche, in Büchern und auch vor Ort.“

Im Anschluss erzählte die Autorin uns von ihren Reisen und erklärt anschaulich, wie man sich gegen einen Puma- und Bärenangriff verteidigen kann. Weiter erfuhren wir, dass Frau Brandis für das Schreiben eines Bandes ca. 3 Monate braucht, dass von einem 16 Euro Buch nur 1,50 € an den Autor selbst gehen, sie aber eine sehr wichtige Autorin für den Arena-Verlag ist, da ihre Bücher in 30 Sprachen übersetzt und bisher ca. 4 Millionen Mal weltweit verkauft wurden. Auch erzählte Frau Brandis von der ersten Verfilmung ihrer Woodwalkers-Reihe und dass dafür echte Tiere verwendet wurden, weil das authentischer wirkt. Zum Abschluss erwähnte sie, dass es eine neue Gestaltenwandler-Reihe gibt, nämlich die „Windwalkers“.

Uns hat die Lesung sehr gut gefallen und wir fanden es besonders schön, dass das Publikum miteingebunden wurde.

Luna Wolf und Salome Boos

Einblicke in die Welt des Poetry Slams

Thomas Eiwen vermittelt wertvolle Einblicke in die Welt des Poetry Slams.

Am Montag, den 5. Mai 2025, fand auf Anregung des P-Seminars Deutsch am Ignaz ein Workshop zum Thema „Vortragen und Kreatives Schreiben“ statt. Geleitet wurde dieser von dem bekannten Poetry-Slammer und ehemaligen Ignaz-Schüler Thomas Eiwen. Dieser vermittelte den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die Welt des Poetry Slams sowie zahlreiche und vor allem hilfreiche Tipps für das eigene Schreiben und Präsentieren von Texten. Teilnehmen konnten interessierte Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse – unabhängig von Vorerfahrungen oder Vorkenntnissen. Und sowohl die Kleinen, als auch die Großen hatten wirklich viel Spaß. Eine Teilnehmerin meinte danach: „Es war richtig gut!“

Der erste Poetry Slam am Ignaz!

Das P-Seminar Deutsch veranstaltete am 13. Juni einen ganz besonderen Literaturabend:

Elf Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 bis 11 trugen ihre selbst geschriebenen, sehr originellen und dabei völlig unterschiedlichen Texte auf der Bühne vor und stellten sich dem Votum des Publikums. Siegerin der Unterstufe wurde Anna Dettweiler mit ihrer lustigen Schilderung „Mathe-Hausaufgaben mit meinen Eltern“, aus der Oberstufe gewann Mayumi Hanusch mit ihrem nachdenklichen Beitrag „Von echten Superstars“.

Als besonderes Highlight trat die bekannte Münchner Poetin Sina Bahr auf, für die musikalische Umrahmung sorgte die Band Los Colitas.

Poetry Slam 2.0: Worte, die bewegen

Neues P-Seminar – bewährter Inhalt: Am 26. Juni 2025 fand zum zweiten Mal ein Poetry Slam Abend, organisiert vom P-Seminar Deutsch unter Leitung von Frau Klar, in unserer Aula statt. Dort präsentierten Schülerinnen und Schüler von der 5. Klasse bis zur Q12 selbst verfasste Texte zu einem Thema ihrer Wahl. Manche lustig, manche zum Nachdenken anregend, manche so berührend, dass im Publikum die ein oder andere Träne floss - der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.

„Es ist erfrischend, die Authentizität der Schüler zu spüren, die Texte über Dinge schreiben, die sie wirklich bewegen. Mal etwas ganz anderes, als die Routine beim professionellen Slammen!", lobte auch Poetry Slammerin und Musikerin Sina Bahr, die wie bereits letztes Jahr aus München angereist war und jeweils zu Beginn der ersten und zweiten Runde zwei ihrer eigenen Texte vortrug. Einer mit dem Titel „Gestern in der S-Bahn“, der andere betitelt als „Trau dich, sei traurig!“.

Am Ende des Abends wurde durch Publikumsabstimmung für die zwei Altersgruppen „klein" und „groß" jeweils eine Gewinnerin oder ein Gewinner ermittelt, die mit Buchpreisen der Buchhandlung Beer belohnt wurden. Die Preise wurden dem P-Seminar von der Buchhandlung gesponsert. Gewinnerin der „Kleinen" war Emma Joos aus der 6a, die einen passionierten Text über den Klimawandel vorgetragen hat. Zu Tränen rührte das Publikum die Siegerin der „Großen", Luise Weingart aus der Q12. Ihr Text ist ihrer kleinen Schwester gewidmet, die für 10 Monate ins Ausland gehen wird, und handelt vom Loslassen und sich doch niemals verlieren können.

Das Publikum war mehr als begeistert vom Mut und dem Können der Schülerinnen und Schüler, so dass sogar der Wunsch geäußert wurde, die Texte auf der Homepage (folgt noch) bereit zu stellen. Sina Bahr, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sind sich einig: der Poetry Slam Abend war ein voller Erfolg und eine jährliche Wiederholung ist definitiv erwünscht!

Liliana Kleeberger

Poetry-Slam 2.0 TEXTE > [446 KB]

Führung durch die Münchner Kammerspiele

Ein Blick hinter die Kulissen mit dem Vertiefungskurs Deutsch Q12

  • Im Videostudio - wo die Trailer der Premieren-Stücke entstehen

  • Die Therese-Giehse-Halle - eine Spielstätte mit 212 qm Bühne

  • Bühnenkulisse im „Blauen Haus“ der Kammerspiele

  • Theaterplakat der MK

  • Probebühne

  • Werkraum-Bühne im „Blauen Haus“

  • Ein-Blicke in den Probenbetrieb des Theaters

  • Technik trifft altes Gemäuer

  • Hinterbühne des Schauspielhauses - Technik pur

  • Perspektivwechsel - Backstagebereich mit Ton- und Beleuchtungstechnik

  • Blick von Backstage auf den Zuschauerraum des Schauspielhauses

Theaterkurs am Ignaz

Momentaufnahmen einer Probe (Leitung: Uli Eichberger)

Zum 100. Geburtstag Otfried Preußlers

Frau Stein-Steffan von der VHS Rosenheim, Dr. Tilman Spreckelsen

Aula-Vortrag von Dr. Tilman Spreckelsen für die 10. Klassen

Tilman Spreckelsen, Literatur-Redakteur der FAZ und namhafter Autor, beginnt den Prolog seiner kürzlich erschienenen Biographie über Otfried Preußler folgendermaßen:

"Wenn Kasperls Großmutter die Kinderbuchbühne betritt, dann ist der Räuber Hotzenplotz nicht weit. Kaum etwas ist so tief in der Lesebiografie ganzer Generationen verankert wie das Bild der patenten Frau, die ihre Kaffeemühle dreht oder Würste brät und gleich darauf von Hotzenplotz überfallen wird. (…)"
(T. Spreckelsen: Otfried Preußler. Ein Leben in Geschichten – Biographie. Thienemann August 2023, Seite 5)

Passend zum Anlass: Jetzt neu in der Schulbib!

Kasperl, Seppel, Hotzenplotz, der Wachtmeister Dimpflmoser: Die heute 40- bis 50-Jährigen sind mit diesen Figuren aus Otfried Preußlers Kinderbüchern aufgewachsen, kennen ganze Passagen auswendig. Aber gilt dies auch noch für unsere Schülerinnen und Schüler?

Am 12. Oktober 2023 war der Biograph des Rosenheimer Kinderbuchautors zu Gast bei uns am Ignaz und vermittelte unseren 10.-Klässlern einen berührenden Einblick in Preußlers Leben. Auf Herrn Spreckelsens Frage, wer in seiner Kindheit "Krabat", "Der Räuber Hotzenplotz" oder "Die kleine Hexe" gelesen habe, meldeten sich tatsächlich viele Zuhörer. Was der Referent aber über Preußlers Jugend in Nordböhmen, seine Jahre als Soldat im Zweiten Weltkrieg, die sowjetische Kriegsgefangenschaft bis 1949 und seinen völligen Neuanfang als Heimatvertriebener in Rosenheim erzählte, war für die meisten völliges Neuland und motivierte zu einigen Fragen an den Referenten. Beeindruckend war für die Zuhörer auch, dass dieser ohne Manuskript in völlig freiem Vortrag sprach und immer wieder überraschende Parallelen zwischen Handlungselementen aus "Krabat" oder der "Kleinen Hexe" und Preußlers Erfahrungen mit Mitläufertum und Widerstand während der NS-Zeit aufzeigte.

Ein besonderer Dank gilt Frau Stein-Steffan von der VHS Rosenheim, die unserer Schule diesen besonderen Vortrag ermöglicht hat.

Claudia Walter

Literarisches Quartett 3.0 in der Schulaula

Zwei Deutschkurse Q12 mit ihren beiden Lehrkräften – ein Kurs vom Ignaz-Günther-Gymnasium mit Frau Klar und der andere Kurs vom Karolinengymnasium mit Herrn Adam – das ergibt zusammen mit elf verschiedenen Romanen einen Vormittag, an dem die Besprechung und auch die Kritik an diesen Büchern im Vordergrund stand. Das Ganze mit dem Untertitel "Literarisches Quartett 3.0", da diese Zusammenarbeit bereits zum zweiten Mal erfolgte und sich das gesamte Projekt leicht am originalen "Literarischen Quartett" – also dem Quartett 1.0 – orientiert.

Ganz nach dem Vorbild dieses "Literarischen Quartetts" – fast schon legendär zu Zeiten des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki und wiederbelebt im ZDF 2015 – trafen sich die Schüler/innen beider Kurse einen Vormittag lang, um jeweils in Quartetts den anderen Schüler/innen durch eine angeregte Diskussion einen modernen Roman aus der unten angeführten Liste vorzustellen. Dieser war den Jugendlichen per Zufallsverfahren bereits am Ende des vergangenen Schuljahres durch ihre Lehrkräfte zugelost worden, vier Schüler/innen hatten dabei den gleichen Roman, und so konnte sich jede(r) einzelne von ihnen in den Sommerferien mit "seinem/ihrem" Roman vertraut machen. Terminbedingt stand in diesem Jahr leider die Stadtbibliothek nicht als Veranstaltungsort zur Verfügung, aber auch die Aula des Ignaz bot einen passenden Rahmen für die literarische Runde. Nach und nach präsentierten die Schülergruppen ihren jeweiligen Roman und dessen Besonderheiten. In angeregten Diskussionen wurden Vorzüge der Geschichten, auch Ungereimtheiten besprochen oder gar Kritik und Missfallen an einigen Darstellungen ausgedrückt. Durch die unterschiedlichen Meinungen kam eine wirkliche Diskussion zustande, von der auch die Zuhörer profitieren konnten. Dieses Projekt fand durchweg Anklang bei den Schüler/innen, einige Romane werden so sicher in Erinnerung bleiben.

"Und so sehen wir betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen."

Vorgestellt wurden: "Nenn mich einfach Superheld" (Alina Bronsky), "Mehr Schwarz als lila" (Lena Gorelik), "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war" (Joachim Meyerhoff), "Der Club" (Tarkis Würger), "Die Geschichte von Blue" (Solomonica de Winter), "Auerhaus" (Bov Bjerg), "Das finstere Tal" (Thomas Willmann), "Qualityland" (Marc-Uwe Kling), "Adam und Evelyn" (Ingo Schulze) und "Altes Land" (Dörte Hansen).